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Open Access In Fact No Fiction: Historiographic Paratext

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Der vorliegende Artikel untersucht die Bedeutung und Funktion von historiographischen Paratexten für medial vermittelte Geschichte. Er legt dar, welche große Rolle Rezensionen, Trailer, Poster, Ankündigungen, Interviews und andere Formen von Werkbesprechungen für das Verständnis und die Bewertung von Geschichtswerken (Biographien, Fernsehdokumentationen, Ausstellungen, Geschichtsdramen etc.) durch die jeweiligen Rezipienten spielen. Gleichzeitig wird verdeutlicht, wie mediale ,,Beitexte“ dieser Art die Wahrnehmung der geschichtlichen Phänomene selbst stark prägen können, und sogar stellvertretend für den eigentlichen Geschichtstext auftreten, nämlich dann, wenn zum Beispiel auf das Lesen einer Rezension zu einem historischen Spielfilm nicht das Anschauen des eigentlichen Films folgt. Die Autorin illustriert, welche entscheidende Rolle Paratexte in der Unterscheidung von Fakt und Fiktion spielen, da sie in der Regel ein Werk als z.B. Dokumentation oder Roman ankündigen. Die theoretische Auseinandersetzung mit Paratexten und ihren Funktionen zeigt auf, dass 1) Paratexte integrale Bestandteile textlicher Bedeutungsgenerierung sind, 2) Paratexte die Rezeption ihrer Bezugswerke über die Initiierung bestimmter kognitiver Erwartungsrahmen prägen, und 3) eine Untersuchung der Bedeutungsstiftung von Texten innerhalb einer Gesellschaft immer auch ihre Paratexte berücksichtigen muss. Kern der Studie bildet eine funktionale Typologie der Paratexte für biographische Geschichtswerke, die paradigmatisch auf die Beiwerke zu Alan Bennetts Theaterstück The Madness of George III zur Anwendung kommt. Die Analyse der Paratexte zu Bennetts Drama illustriert, wie diese das Stück als historisch fundiertes Geschichtswerk (als Infotainment) rahmen und damit Bennetts Darstellung Georgs III und seine (fiktive) Diagnose, dass der König nicht an Wahnsinn, sondern an einer Stoffwechselkrankheit litt, fest in der kollektiven Wahrnehmung der Briten verankerten.
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Document Type: Research Article

Publication date: January 1, 2011

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