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Open Access Poietic Worlds and Experientiality in Historiographic Narrative

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Wenn es um die Narrativität von historiographischem Erzählen geht, wird oft argumentiert, dass dieses im Vergleich zum fiktionalen Erzählen eine weniger komplexe Erzählform sei. Im vorliegenden Beitrag wird hingegen gezeigt, dass es möglich ist, Spezifika historiographischen Erzählens nachzuweisen, sobald der traditionellen Unterscheidung von historischen und fiktionalen Welten eine poietische Welt, die das Referenzkriterium und den Wahrhaftigkeitspakt von Literatur einhält, hinzugefügt wird. Durch die Annahme von poietischer Weltenschaffung in der historiographischen Erzählung lassen sich unterschiedliche Formen von Erfahrungshaftigkeit zeigen, die anders als das fiktionale Erzählen als Kollektivperspektiven in der Erzählung und insbesondere in der Erfahrung des Lesers von historiographischer Erzählung verankert sind. Diese Erfahrungen sind sekundäre Konstrukte und beinhalten oft die Simulation der Erfahrungshaftigkeit der Geschichte für den Leser; es handelt sich also nicht einfach um Modelle oder Rekonstruktionen des Vergangenen. Der Aufsatz zieht Überlegungen kognitiver Narratologie hinzu, um zu verdeutlichen, was für eine Narrativität im historiographischen Erzählen entstehen kann. Dies wird an fünf unterschiedlichen Fallbeispielen historiographischen Erzählens, die verschiedene Gattungen und Medien einschließen (Populärgeschichtsschreibung, akademische Geschichtsschreibung, historischer Dokumentarfilm, historisches Museum) vorgeführt. Zugleich ermöglicht der Ansatz der poietischen Welten, die Grundsatzdiskussion, ob historiographisches und fiktionales Erzählen grundsätzlich zu unterscheiden seien, hinter sich zu lassen.
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Document Type: Research Article

Publication date: January 1, 2011

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