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Open Access Rundschau

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Bildung gehört in den Mittelpunkt einer ganzheitlichen und nachhaltigen Politik. Dies wird durch die zentrale Stellung der Bildung im Rahmen der Globalen Nachhaltigkeitsagenda deutlich. Bildung ist darin nicht nur ein Ziel unter anderen, es ist zugleich die Voraussetzung für das Erreichen aller anderen Sustainable Development Goals. Die UNESCO, die mit der Koordinierung und dem Monitoring der Bildungsagenda 2030 beauftragt ist, hat dies immer wieder ausdrücklich betont: Dank ihrer transformativen Kraft ist Bildung ein entscheidender Faktor, um individuelle und gesellschaftliche Veränderungen im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung zu gestalten. Auf zentralen Feldern der Politik wie Wirtschaft, Arbeit, Umwelt und Soziales sind dauerhafte Erfolge nur dann möglich, wenn sie von einer starken Bildungspolitik getragen werden, die sich für eine chancengerechte, hochwertige Bildung und lebenslanges Lernen einsetzt. Zugleich gilt, dass diese Bildungsziele nur dann erreicht werden können, wenn Bildung als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe betrachtet wird, zu der unterschiedlichste Akteure und Politikfelder ihren Beitrag leisten. Diese Schlüsselstellung der Bildung ist ein wirkmächtiges Plädoyer für ein erneutes und verstärktes Engagement in der Bildungspolitik, auf der Ebene des Bundes wie in den Ländern. Ein Referenzrahmen für ganzheitliche Bildungspolitik als Reaktion auf die Ergebnisse der ersten PISA-Studie wurde in Deutschland eine Reihe bildungspolitischer Reformen angestoßen. Die dadurch erreichten Fortschritte bezüglich der Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern sind zwar zu begrüßen. Der zunehmende Einfluss vergleichender Lernstandserhebungen birgt jedoch zugleich die Gefahr, dass Bildung ausschließlich als quantitativ messbarer Lernerfolg verstanden und im Hinblick auf ihre ökonomische Verwertbarkeit betrachtet wird. Die Bildungsagenda 2030 wirkt solchen Verkürzungen des Bildungsbegriffs entgegen: Ihr liegt ein ganzheitliches Verständnis von Bildung zu Grunde. Dieser Bildungsbegriff stellt die Entwicklung der individuellen Persönlichkeit in den Mittelpunkt, integriert nichtkognitive Aspekte von Bildung wie ästhetische, soziale, emotionale und praktische Fähigkeiten und ist an den Werten des Friedens, der Menschenwürde, der Freiheit und der Gerechtigkeit orientiert. Bildung soll jeden Menschen dazu befähigen, ein selbstbestimmtes, erfülltes und verantwortungsvolles Leben zu führen. Mit diesem umfassenden Bildungsbegriff kann die Bildungsagenda 2030 Leitbild und Referenzrahmen für eine ganzheitliche Bildungspolitik sein.
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Document Type: Research Article

Publication date: January 1, 2020

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