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Open Access Ein neuer Begriff des Lernens und Lehrens?

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Heideggers Schwarze Hefte 1 sind kurze Zeit nach ihrer Veröffentlichung bereits Gegenstand zahlreicher Kommentare und Kritiken, die vor allem die Anmerkungen zum Judentum und Nationalsozialismus zum Thema haben. Ob es einen inneren Zusammenhang zwischen Heideggers Seins- bzw. Ereignisdenken und seinem politischen Engagement sowie seinen antisemitischen Äußerungen gibt, ist zweifellos von Bedeutung. Jedoch führt Heidegger in den Überlegungen und Anmerkungen viele Gedanken aus seinen Vorlesungen und Abhandlungen weiter, die – zumindest auf den ersten Blick – unabhängig vom politischen Kontext sind. Dazu gehört auch die Frage nach der Lern- und Lehrbarkeit des Philosophierens bzw. des Denkens. Das 1946 erteilte Lehrverbot bildet für Heidegger einen Anlass, Überlegungen zu den Voraussetzungen, den Möglichkeiten und zum Sinn philosophischen Lehrens festzuhalten. Ihre volle Bedeutung erhält die Frage nach der Lern- und Lehrbarkeit jedoch in Verbindung mit der These vom Ende der Philosophie in Gestalt der Metaphysik. Die klassischen metaphysischen Entwürfe zielen auf die Erkenntnis allgemeiner Prinzipien, worin die Behauptung der Möglichkeit ihrer Erklärung und Aneignung, mithin ihrer Lehr- und Lernbarkeit eingeschlossen ist. Das ,,Mathematische“ im ursprünglichen Sinn des Lehr- und Lernbaren ist mit der neuzeitlichen Metaphysik sowie deren Bestimmung von Wissen und Wahrheit verbunden. Aus dem Ziel der Überwindung der Metaphysik ergibt sich daher die Notwendigkeit einer Neubestimmung der Begriffe des Lehrens und Lernens, und dementsprechend setzt Heidegger den traditionellen Begriffen eigene Bestimmungen entgegen. In Konsequenz daraus ließe sich erwarten, dass in den Schwarzen Heften die Grundzüge einer philosophischen Didaktik verborgen sind.
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Document Type: Research Article

Publication date: July 1, 2018

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