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Open Access Postkoloniale Perspektiven zur Reflexion von Bildung in einer Einwanderungsgesellschaft: die Interdependenz sozialer Kategorien als neuer Denkansatz

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Während in anderen Disziplinen wie Geschichte und Sozialwissenschaften die postkolonialen Ansätze bereits ein Forschungsparadigma darstellen, hat der Beitrag der Postkolonialität in der Erziehungswissenschaft erst in jüngerer Zeit an Bedeutung gewonnen. Dieser Artikel beabsichtigt, einige wissenschaftskritische Aspekte hervorzuheben, die dieser Ansatz bietet und die im Rahmen der Reflexion um Demokratisierung und Bildung relevant sind. Mit dem Begriff der Postkolonialität wird insbesondere eine epistemologische Dimension betont, die eine kritische Revision des Kolonialismusdiskurses vornimmt. Dabei richtet sich das Interesse sowohl auf die spezifische historische Periodisierung des Kolonialismus als auch auf die diskursiven Auswirkungen über ihn hinaus. In der Analyse des Diskurses und der kulturellen Dimension des Kolonialismus haben sich einige postkoloniale Theoretikerinnen mit der Frage der Repräsentation befasst. Die Praxis der Repräsentation erweist sich als eine zentrale Dimension des kolonialen Unternehmens bzw. des modernen Wissens. Daher ist die Auseinandersetzung mit der Art und Weise nötig, wie die Produktion modernen Wissens sich eines Repräsentationssystems bedient hat, um die Phänomene der Welt zu systematisieren und ihnen Bedeutung zuzuschreiben. Die Analyse komplexer und kontextspezifischer diskursiver Konstruktionen entlang von Geschlecht, Kultur, Ethnizität und Rasse2 haben das Ziel, gerade das bestehende hegemoniale Repräsentationssystem aufzudecken und zugleich Formen des Fortbestehens und Nachwirkens kolonialer Herrschaft und kolonialen Denkens nachzuweisen.
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Document Type: Research Article

Publication date: January 1, 2009

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  • Das Jahrbuch für Pädagogik macht es sich seit 1992 zur Aufgabe, Diskurs- und Realentwicklungen in Pädagogik und Bildungspolitik kritisch zu begleiten und aus bildungs- und gesellschaftstheoretisch interessierter Perspektive zu beleuchten. Als bildungstheoretische Leitidee gilt ein Konzept von Mündigkeit, welches historisch und theoretisch im internen Zusammenhang von Aufklärung, Demokratie und Bildung gründet. Pädagogik wird als ein spezifisches theoretisches und praktisches Handlungsfeld von Gesellschaft begriffen. Nach dem Verständnis des Jahrbuchs können daher Fragen von Bildung und Erziehung nicht allein aus der disziplinären Perspektive der Erziehungswissenschaft bearbeitet werden, sondern bedürfen interdisziplinärer gesellschafts- und humanwissenschaftlicher Zugänge. Der interdisziplinäre Horizont und die Verknüpfung von bildungs- und gesellschaftstheoretischen Sichtweisen schlagen sich sowohl in der Wahl der Jahresthemen wie der Autorinnen und Autoren nieder. Einen markanten Zug im Profil des Jahrbuchs bildet die zentrale Bedeutung des Jahresthemas, auf welches sich nahezu alle Beiträge beziehen, so dass jeder Band als jährliches Periodikum zugleich ein Aufsatzband zu einer thematischen Fragestellung ist.
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