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Open Access Identitätsmanagement – Netzparadigma und Ökonomisierung des Selbst

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Ich möchte die These vertreten, dass die Idee der Autonomie, die spätestens seit Beginn der aufgeklärten Moderne ein zentrales Prinzip der Kritik darstellt, ihrerseits einer Kritik bedarf. Die individuelle Selbstgesetzgebung – oder in anderen Formulierungen, die zwar ein sehr breites Begriffsfeld eröffnen, aber gerade in dieser Weitläufigkeit im aktuellen pädagogischen Diskurs allgegenwärtig sind: Selbstständigkeit, Eigenverantwortung, Selbstorganisation, Selbstbestimmung, Selbstregulation, Selbstwirksamkeit – also jene Prinzipien, die Freiheit und individuelle Emanzipation versprechen und damit Herrschaft und Unterdrückung befragen, sind ihrerseits fraglich geworden. Autonomie ist gewissermaßen selbst problematisch und das nicht – oder zumindest nicht nur – weil sie bis heute nur einschränkt, halbherzig oder beschnitten realisiert wurde, sondern weil sie in einer ganz bestimmten Form realisiert wurde.
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Document Type: Research Article

Publication date: January 1, 2009

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  • Das Jahrbuch für Pädagogik macht es sich seit 1992 zur Aufgabe, Diskurs- und Realentwicklungen in Pädagogik und Bildungspolitik kritisch zu begleiten und aus bildungs- und gesellschaftstheoretisch interessierter Perspektive zu beleuchten. Als bildungstheoretische Leitidee gilt ein Konzept von Mündigkeit, welches historisch und theoretisch im internen Zusammenhang von Aufklärung, Demokratie und Bildung gründet. Pädagogik wird als ein spezifisches theoretisches und praktisches Handlungsfeld von Gesellschaft begriffen. Nach dem Verständnis des Jahrbuchs können daher Fragen von Bildung und Erziehung nicht allein aus der disziplinären Perspektive der Erziehungswissenschaft bearbeitet werden, sondern bedürfen interdisziplinärer gesellschafts- und humanwissenschaftlicher Zugänge. Der interdisziplinäre Horizont und die Verknüpfung von bildungs- und gesellschaftstheoretischen Sichtweisen schlagen sich sowohl in der Wahl der Jahresthemen wie der Autorinnen und Autoren nieder. Einen markanten Zug im Profil des Jahrbuchs bildet die zentrale Bedeutung des Jahresthemas, auf welches sich nahezu alle Beiträge beziehen, so dass jeder Band als jährliches Periodikum zugleich ein Aufsatzband zu einer thematischen Fragestellung ist.
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