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Open Access Aspekte einer kritischen Demokratietheorie

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Die folgenden Überlegungen gehen davon aus, dass 1. die Generierung von ,,Demokratiekompetenz“ (Himmelmann/Lange 2005) zu den konstitutiven Anliegen auf Rationalität und emanzipatorische Zielsetzungen verpflichteter Kritischer Pädagogik und ihr entsprechender erzieherischer Praxis gehört, 2. Pädagogik dieses Anliegen konsequent nur ernst nehmen kann, wenn sie sich an einem qualifizierten, rational fundierten Demokratieverständnis orientiert. Zu dessen Kennzeichnung sollen nachfolgend einige, im hier vorgegebenen Rahmen freilich in vieler Hinsicht notwendigerweise umrisshaft bleibende Aspekte offeriert werden, denn ein in diesem Sinne angemessenes Demokratieverständis ergibt sich aus dem heutzutage nahezu allenthalben üblichen Rekurs auf den Demokratiebegriff keineswegs schon an sich. Entsprechend der Vieldeutigkeit des Wortes ,,δμος“ bzw. ,,Volk“ (vgl. Sartori 1992, S. 30; Balser 1959, S. 100 f.), aber auch divergierender Vorstellungen über vertretbare Herrschaftsformen, ist ,,Demokratie“ vielmehr längst zum ,,Allerweltsbegriff“ oder zur ,,vieldeutigen Leerformel“, geworden (Alemann 1986, S. 75; Wiesendahl 1981, S. 8), - selbst Hitler (1942, S. 99 f.) und Stalin (1972, S. 52, 55) beanspruchten für ihre Terrorsysteme seinerzeit die Bezeichnung ,,Demokratie“.
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Document Type: Research Article

Publication date: January 1, 2009

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  • Das Jahrbuch für Pädagogik macht es sich seit 1992 zur Aufgabe, Diskurs- und Realentwicklungen in Pädagogik und Bildungspolitik kritisch zu begleiten und aus bildungs- und gesellschaftstheoretisch interessierter Perspektive zu beleuchten. Als bildungstheoretische Leitidee gilt ein Konzept von Mündigkeit, welches historisch und theoretisch im internen Zusammenhang von Aufklärung, Demokratie und Bildung gründet. Pädagogik wird als ein spezifisches theoretisches und praktisches Handlungsfeld von Gesellschaft begriffen. Nach dem Verständnis des Jahrbuchs können daher Fragen von Bildung und Erziehung nicht allein aus der disziplinären Perspektive der Erziehungswissenschaft bearbeitet werden, sondern bedürfen interdisziplinärer gesellschafts- und humanwissenschaftlicher Zugänge. Der interdisziplinäre Horizont und die Verknüpfung von bildungs- und gesellschaftstheoretischen Sichtweisen schlagen sich sowohl in der Wahl der Jahresthemen wie der Autorinnen und Autoren nieder. Einen markanten Zug im Profil des Jahrbuchs bildet die zentrale Bedeutung des Jahresthemas, auf welches sich nahezu alle Beiträge beziehen, so dass jeder Band als jährliches Periodikum zugleich ein Aufsatzband zu einer thematischen Fragestellung ist.
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