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Open Access Diskurs in der Allgemeinen Pädagogik ‐ unter Beteiligung von Ost und West?

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Die Allgemeinen Pädagogiken in Ost und West beschritten verschiedene Wege, die sich aus der gegensätzlichen gesellschaftlichen Entwicklung in beiden Teilen Deutschlands nahezu zwangsläufig ergeben mussten. Im Osten Deutschlands setzten nach dem zweiten Weltkrieg im engen Zusammenhang mit der bildungspolitischen Neuorientierung Bemühungen um eine neue Grundlegung der Erziehungswissenschaft ein. Sie gingen einher mit einer kritischen Auseinandersetzung mit den verschiedenen Strömungen der bürgerlichen Pädagogik. Zum Bedingungs- und Ursachenkomplex für die Entwicklungsprobleme der Allgemeinen Pädagogik in der DDR gehört ganz sicher das traditionelle Selbstverständnis der Pädagogik, das auch in der Pädagogik der Bundesrepublik wirksam war. Aber dort wirkte nicht nur dieses Selbstverständnis nach, sondern auch dessen Problematisierung, die bereits in der Zeit der Weimarer Republik eingesetzt hatte. Die eigentlichen Entwicklungsprobleme der Allgemeinen Pädagogik in der DDR resultierten jedoch vor allem aus der gesellschaftspolitischen Konstellation mit der darin eingeschlossenen Wissenschaftspolitik. Zu den sicher auffälligsten und für die spätere Wahrnehmung folgenreichsten Symptomen dieser Entwicklung gehört das mehrfache Scheitern versuchter Gesamtdarstellungen der Pädagogik bzw. der Allgemeinen Pädagogik in Lehrbüchern oder Monographien. Die Vorgänge, Diskussionen und Arbeiten, die schließlich in den 80er Jahren zu einer allgemeinen und offiziellen, wenn auch nicht uneingeschränkten Akzeptanz der Notwendigkeit und Möglichkeit einer Allgemeinen Pädagogik führten, blieben einer breiten Öffentlichkeit weitgehend verborgen (Vgl. Eichler 2000).
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Document Type: Research Article

Publication date: January 1, 2002

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  • Das Jahrbuch für Pädagogik macht es sich seit 1992 zur Aufgabe, Diskurs- und Realentwicklungen in Pädagogik und Bildungspolitik kritisch zu begleiten und aus bildungs- und gesellschaftstheoretisch interessierter Perspektive zu beleuchten. Als bildungstheoretische Leitidee gilt ein Konzept von Mündigkeit, welches historisch und theoretisch im internen Zusammenhang von Aufklärung, Demokratie und Bildung gründet. Pädagogik wird als ein spezifisches theoretisches und praktisches Handlungsfeld von Gesellschaft begriffen. Nach dem Verständnis des Jahrbuchs können daher Fragen von Bildung und Erziehung nicht allein aus der disziplinären Perspektive der Erziehungswissenschaft bearbeitet werden, sondern bedürfen interdisziplinärer gesellschafts- und humanwissenschaftlicher Zugänge. Der interdisziplinäre Horizont und die Verknüpfung von bildungs- und gesellschaftstheoretischen Sichtweisen schlagen sich sowohl in der Wahl der Jahresthemen wie der Autorinnen und Autoren nieder. Einen markanten Zug im Profil des Jahrbuchs bildet die zentrale Bedeutung des Jahresthemas, auf welches sich nahezu alle Beiträge beziehen, so dass jeder Band als jährliches Periodikum zugleich ein Aufsatzband zu einer thematischen Fragestellung ist.
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