Paradoxe Zeitgenossenschaft: Kleist in seiner Epoche

Author: Kreutzer, Hans Joachim

Source: Publications of the English Goethe Society, Volume 78, Numbers 1-2, March 2009 , pp. 3-10(8)

Publisher: Maney Publishing

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Abstract:

Die Möglichkeiten, ein Bild von Kleists Werk zu gewinnen, sind in außergewöhnlichem Grade eingeschränkt durch die Zufälle und Lücken, die seine Überlieferung bestimmen. Insbesondere wirkt sich dabei aus, daß erstens Kleists Schriftstellerexistenz ein gutes Jahrzehnt später als die seiner Generationsgenossen begonnen zu haben scheint und daß zweitens sein Werk mit seinem überaus hohen Anteil an konflikthaften, kriegerischen, ja militärischen Vorgängen einen nahezu einzelgängerischen Charakter besitzt. Drittens: Die weltanschaulichen Grundlagen dieses Werks sind gemeineuropäisch, vor dem Hintergrund der deutschen idealistischen Philosophie des ausgehenden 18. Jahrhunderts wirken sie fast altertümlich. Die von Kleist geschaffenen dichterischen Formen bilden viertens fast immer Normdurchbrechungen, und in der Regel sind sie mehrdeutig.

Language: Unknown

Document Type: Research Article

DOI: http://dx.doi.org/10.1179/174962809X461283

Affiliations: University of Regensburg, Germany

Publication date: 2009-03-01

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