Erecs Wunde. Zur Performativität der Freundschaft im Höfischen Roman

Author: Hasebrink, Burkhard

Source: Oxford German Studies, Volume 38, Number 1, 2009 , pp. 1-11(11)

Publisher: Maney Publishing

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Abstract:

Die Kämpfe mit Guivreiz, die im 'Erec' Hartmanns von Aue jeweils den Abschluß von zwei Aventiurereihen bilden, stellen bis heute ein Interpretationsproblem dar. Der vorliegende Beitrag geht nicht von strukturell-kompositorischen Überlegungen aus, sondern liest die Kämpfe aus anthropologischer Perspektive als Vollzugsform von Freundschaft. Vor dem Hintergrund des Begriffs des Homosozialen (Eve Sedgwick) wird die Logik einer Beziehungsform rekonstruiert, die in der Performativität des Kampfes die Gleichrangigkeit der Kämpfer als Bedingung ihrer Freundschaft inszeniert. Zugleich wird diese Figur der Gleichrangigkeit durch die Wiederholung der Kämpfe auch poetisch wirksam. Schließlich wird die medialisierende Funktion Enites für die Herstellung einer solchen Figur des Homosozialen beschrieben und damit insgesamt ein Anstoß gegeben, den 'Erec' als Vexierspiel unterschiedlicher Konstellationen der Medialisierung des Begehrens zu lesen.

Language: Unknown

Document Type: Research Article

DOI: http://dx.doi.org/10.1179/007871909x429851

Publication date: 2009-03-01

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