Zeichenmacht: Gottfrieds Tristan

Author: Kaminski, Nicola

Source: Oxford German Studies, Volume 37, Number 1, 2008 , pp. 3-26(24)

Publisher: Maney Publishing

Buy & download fulltext article:

OR

Price: $39.00 plus tax (Refund Policy)

Abstract:

Daß der 'Tristan' Gottfrieds von Straßburg als Fragment konzipiert sei, diese Hypothese fand in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts durchaus Anhänger. In jüngerer Zeit hat man sich von dieser Annahme distanziert: sie sei anachronistisch und könne folglich als überholt gelten. Der vorliegende Beitrag rollt den 'Fall' noch einmal neu auf, ausgehend von der Prämisse, daß die Frage konzeptioneller Fragmentarizität auf semiologischem Feld zu diskutieren sei: dem Feld der Zeichen- und Bedeutungsbildung somit, auf welchem einerseits der (abbrechende) Romantext sich als Artefakt konstituiert und worauf andererseits Tristan, selbst Zeichenprodukt und Zeichenproduzent par excellence, Autormacht über seine Existenz zu erlangen sucht. Was der zeichen(ohn)mächtige Tristan — und in Komplizenschaft mit ihm der Erzähler und fiktive Autor 'GOTE(VRIT)' — narrativ in Szene setzen, ist nicht weniger als die ästhetische Notwendigkeit des Textabbruchs in dem Augenblick, da Tristan, um der Determination durch seinen sprechenden Namen zu entgehen, sich für 'vröude unde vrôlîchez leben' erklärt.

Language: Unknown

Document Type: Research Article

DOI: http://dx.doi.org/10.1179/174592108x334409

Publication date: 2008-05-01

More about this publication?
Related content

Tools

Key

Free Content
Free content
New Content
New content
Open Access Content
Open access content
Subscribed Content
Subscribed content
Free Trial Content
Free trial content

Text size:

A | A | A | A
Share this item with others: These icons link to social bookmarking sites where readers can share and discover new web pages. print icon Print this page