Terminologien oder Klassifikationen: Was bringt die Zukunft?
Author: Ingenerf, Josef
Source: Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz, Volume 50, Number 8, August 2007 , pp. 1070-1083(14)
Publisher: Springer
Abstract:
Klassifikationen wie ICD-10 sind immer zweckgebundene Abbildungen einer Domäne. Die streng hierarchischen, sich gegenseitig ausschließenden Klasseneinteilungen stellen zwangsläufig einen Kompromiss dar; unter anderem mit der Verwendung von Restklassen. Unterhalb der aggregierenden Klassenebene ist eine verarbeitbare Begriffsebene notwendig. Erst sie ermöglicht eine semantische Datenintegration oder Anwendungen wie wissensbasierte Entscheidungsfunktionen. Eine Vielzahl von Begriffen mit ihren Bedeutungen und Bezeichnungen wird mit Terminologien wie LOINC bereitgestellt. Für große Fachgebiete lassen sich Terminologien aber nicht mehr durch einfache Aufzählung realisieren. So wie Menschen Sprache nach dem ,,LEGO-Prinzip“ verwenden, d. h. durch Zerlegung in kleinste Bausteine (Vokabular) und regelkonformes Kombinieren zu sinnvollen Sätzen (Grammatik), so werden in kompositionellen Terminologien wie SNOMED CT komplexe Begriffe durch Verwendung einer geeigneten Logik rechnergestützt verarbeitet. Solche Terminologien ermöglichen eine maschinelle Interpretation ausgetauschter Patientendaten, z. B. für Prüfmodule zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit.Keywords: Medizinische Dokumentation und Kommunikation; Terminologien; Klassifikationen; SNOMED CT; ICD-10; medical documentation and communication; terminologies; classifications; SNOMED CT; ICD-10
Document Type: Research article
DOI: http://dx.doi.org/10.1007/s00103-007-0298-3
Affiliations: 1: Institut für Medizinische Informatik, Universität zu Lübeck, Lübeck, BRD, Email: ingenerf@imi.uni-luebeck.de
Publication date: 2007-08-01
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- In this Subject: Medicine , Public Health , Families & Communities
- By this author: Ingenerf, Josef

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