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Croquer le marmot dans Guillaume d'Angleterre: L'anthropophagie et l'inceste au service d'un détournement parodique de l'hagiographie

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Abstract:

Der erstaunliche kannibalische Impuls von Gratienne, Heldin des Guillaume d'Angleterre, ihre Kinder zu verschlingen, und die überraschende Reaktion ihres Gatten, der ihr vorschlägt, stattdessen von seinem eigenen Fleisch zu essen, sind der Leitfaden der vorliegenden Untersuchung, die Hypothesen zur Bedeutung und Tragweite dieses häufig unterschätzten Textes aufstellt. Der Roman, der auf den ersten Blick einem hagiographischen Handlungsmuster folgt, besäße demnach eine parodistische Intention und postulierte einen moralischen Mittelweg zwischen christlicher Spiritualität und Einsiedlertum einerseits und bürgerlich-kaufmännischem Materialismus andererseits. Darüber hinaus steht das Begehren im Mittelpunkt der conjointure, so dass der Roman als Läuterung des Begehrens der Königin und des Königs gedeutet werden kann – vom möglichen Inzest und Ehebruch zur Bekräftigung der Ehe, von der Gier zur Mäßigung. Guillaume d'Angleterre erscheint in dieser Perspektive als ein Gegenentwurf zum Roman de èbes wie zum Apollonius de Tyr.

Document Type: Research Article

DOI: http://dx.doi.org/10.3196/003581209789108450

Publication date: August 1, 2009

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  • Romanische Forschungen is one of the oldest German academic journals dedicated to the study of the Romance languages, their literatures, and cultures from all periods. Its editors and editorial board emphasize the interrelatedness of linguistics and literary studies and encourage the submission of articles and reviews with a focus on the Romance world as a whole. Romanische Forschungen publishes in all the major Romance languages, German and English.

    Die Romanischen Forschungen sind eine der ältesten deutschen Fachzeitschriften. Ihr Gegenstand sind die romanischen Sprachen, Literaturen und Kulturen von den Anfängen bis zur Gegenwart. Herausgeber und Beirat pflegen die Verbindung von Sprach- und Literaturwissenschaft und bevorzugen Beiträge und Rezensionen mit einer gesamtromanischen Fragestellung. Die Publikationssprachen sind außer allen romanischen Sprachen das Deutsche und Englische.
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klos/rofo/2009/00000121/00000003/art00003
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