Croquer le marmot dans Guillaume d'Angleterre: L'anthropophagie et l'inceste au service d'un détournement parodique de l'hagiographie
Author: Ferlampin-Acher, Christine
Source: Romanische Forschungen, Volume 121, Number 3, August 2009 , pp. 343-357(15)
Publisher: Klostermann, Vittorio
Abstract:
Der erstaunliche kannibalische Impuls von Gratienne, Heldin des Guillaume d'Angleterre, ihre Kinder zu verschlingen, und die überraschende Reaktion ihres Gatten, der ihr vorschlägt, stattdessen von seinem eigenen Fleisch zu essen, sind der Leitfaden der vorliegenden Untersuchung, die Hypothesen zur Bedeutung und Tragweite dieses häufig unterschätzten Textes aufstellt. Der Roman, der auf den ersten Blick einem hagiographischen Handlungsmuster folgt, besäße demnach eine parodistische Intention und postulierte einen moralischen Mittelweg zwischen christlicher Spiritualität und Einsiedlertum einerseits und bürgerlich-kaufmännischem Materialismus andererseits. Darüber hinaus steht das Begehren im Mittelpunkt der conjointure, so dass der Roman als Läuterung des Begehrens der Königin und des Königs gedeutet werden kann - vom möglichen Inzest und Ehebruch zur Bekräftigung der Ehe, von der Gier zur Mäßigung. Guillaume d'Angleterre erscheint in dieser Perspektive als ein Gegenentwurf zum Roman de èbes wie zum Apollonius de Tyr.Document Type: Research article
DOI: http://dx.doi.org/10.3196/003581209789108450
Publication date: 2009-08-01
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Die Romanischen Forschungen sind eine der ältesten deutschen Fachzeitschriften. Ihr Gegenstand sind die romanischen Sprachen, Literaturen und Kulturen von den Anfängen bis zur Gegenwart. Herausgeber und Beirat pflegen die Verbindung von Sprach- und Literaturwissenschaft und bevorzugen Beiträge und Rezensionen mit einer gesamtromanischen Fragestellung. Die Publikationssprachen sind außer allen romanischen Sprachen das Deutsche und Englische. - Submit a Paper
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- By this author: Ferlampin-Acher, Christine

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