Neutrum und Individuum: Zentrale Konzepte in der Grammatik der romanischen Sprachen

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Gegenstand des Artikels ist die grundlegende Diskussion von Neutrum und Individuum als grammatischen Entitäten, die in der Geschichte und modernen Struktur der romanischen Sprachen eine entscheidende Rolle spielen. Der weitreichende Verlust des lateinischen Neutrums, das eine ganze Reihe wichtiger konzeptueller Werte signalisierte (u.a. Nicht-Zählbarkeit, Ereignishaftigkeit, propositionalen Charakter usw., alles Kategorien, die fehlende räumliche Begrenztheit, also Nicht-Individuation, gemeinsam haben), führt, so die Hauptthese, in den romanischen Sprachen zu verschiedenen Individuations- bzw. Nicht-Individuationsstrategien, die mit der jeweiligen Neuorganisation des nominalen Genus- (und auch Numerus-)Systems systematisch korrelieren. Nach eine ausführlichen Begriffsklärung insbesondere des Konzepts des Individuums in Sprache und Sprachverwendung erfolgt eine Diskussion der beiden Titelkonzepte einmal in Bezug auf Nominalmorphologie und Nominaldetermination der romanischen Sprachen und zweitens in Bezug auf Kasusmarkierung im Romanischen, insbesondere auf die weitverbreitete differentielle Objektmarkierung. Die weitgehend komplementäre Verteilung von obligatorischer Nominal determination und 'Partitivartikel' einerseits und differentieller Objektmarkierung im Romanischen andererseits kann vor diesem Hintergrund als nominalsyntagmainterne vs. -externe Anzeige von (Nicht-)Individuation als 'Neutrumsersatz' verstanden werden.

Document Type: Research Article

DOI: http://dx.doi.org/10.3196/003581209789108441

Publication date: August 1, 2009

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